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	<title>Uncategorized &#8211; Copyveit</title>
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	<description>Freier Texter, Redakteur und Konzeptioner im Großraum München, Rosenheim &#38; Salzburg</description>
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	<title>Uncategorized &#8211; Copyveit</title>
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		<title>HILFE, ich leide an KI-Fatigue und habe einen KI-Burnout! 🤒</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Veit]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Apr 2026 08:06:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA["KI-Fatigue" beschreibt das Phänomen des "KI-Burnout". Einer mentalen Erschöpfung und Überforderung aufgrund Künstlicher Intelligenz.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span class="break-words
          tvm-parent-container"><span dir="ltr">Wer von euch hat schon mal was von der &#8222;KI-Fatigue&#8220; gehört? Klingt auf den ersten Blick nach einer psychischen Belastungsstörung bzw. einer mentalen Krankheit. Nicht ganz falsch! Meint aber in erster Linie das immer häufiger zu beobachtende Phänomen des &#8222;KI-Burnout&#8220;. Also der mentalen Erschöpfung, Überforderung, Verunsicherung und ein gewisses Desinteresse aufgrund der allgegenwärtigen Präsenz von Künstlicher Intelligenz.</p>
<p>Gerade weil viele Menschen mit der rasanten Entwicklung, der ständigen Omnipräsenz des Themas und dem damit verbundenen Nutzungsdruck von KI nicht mehr Schritt halten können &#8211; sei es nun im Arbeitsalltag oder in der Freizeit. Der dadurch ausgelöste &#8222;Technostress&#8220; im Kopf sorgt immer häufiger für eine gewisse Apathie gegenüber den achso effizienzsteigernden Technologien, die im schlimmsten Fall zu einer regelrechten Angst vor KI gipfeln kann. </span></span></p>
<h2>Erschöpfung durch dauerhaften <span class="break-words
          tvm-parent-container"><span dir="ltr">Veränderungs- und Anpassungsdruck</span></span></h2>
<p><span class="break-words
          tvm-parent-container"><span dir="ltr">Auch mich macht der dauerhafte Veränderungs- und Anpassungsdruck müde. Diese Notwendigkeit, sich ständig neue Fähigkeiten und KI-Tools anzueignen. Sich beruflich wie auch privat fortlaufend und auf jeder Ebene mit KI und ihren Fähigkeiten auseinanderzusetzen. Mit dem Ergebnis, dass ich immer weniger bereit dazu bin, mich ständig verbessern und und meine vorhandenen Fähigkeiten immer wieder aufs Neue ausbauen zu wollen &#8211; oder mich selbst komplett in Frage stellen zu müssen.</p>
<p>Weil ich dadurch stets das Gefühl vermittelt bekomme, nicht mehr genug zu sein. Als Mensch. Als Mitarbeitender. Als Freelancer. Dass mein Wissen und mein Können heute schon von gestern sind. All das macht etwas mit mir. In mir. Und mit meinem Umfeld. Zynismus und schwarzer Humor sind dann noch die offensichtlichste Form dessen, dass ich gegen einen unsichtbaren Gegner kämpfe. Egal ob dieser nun von mir selbst aufgebaut wurde oder mir immer wieder vor die Nase gesetzt wird. </span></span></p>
<h2><span class="break-words
          tvm-parent-container"><span dir="ltr">Ist die künstliche Intelligenz wirklich DER Heilsbringer?</span></span></h2>
<p><span class="break-words
          tvm-parent-container"><span dir="ltr">Dabei geht es am Ende doch gar nicht darum, dass ich KI-Tools nicht nutzen, mich mit deren technologischen Möglichkeiten nicht auseinandersetzen oder deren mitgebrachten Vorteile nicht für mich einsetzen würde. All das tue ich. Es geht mir mehr um die latente Erwartungshaltung so vieler Unternehmen und Menschen dort draußen, die in der künstlichen Intelligenz DEN Heilsbringer sehen und am liebsten alles und jeden Prozess nur noch mit technischer Unterstützung erledigzt wissen wollen. Dabei geht es nach wie vor auch gänzlich ohne.</p>
<p>Dieses ständige Gefühl der Unzulänglichkeit sowie mein derzeit zu beobachtender Motivations- und Produktivitätsverlust sind eine Folge der Überzeugung, dass der Mensch kaum noch eine Rolle zu spielen scheint. Dabei sind es doch gerade die humanen und kreativen Faktoren, die wahre Werte, unverwechselbare USPs und echte Einzigartigkeit schaffen. In allen Bereichen &#8211; sei es im Alltag oder im Beruf.</p>
<p>Was ich damit sagen will? Helft mir bei der Bekämpfung meines KI-Burnouts! Lasst mich kreativ und menschlich sein. Für euch. Mit euch. Gemeinsam &#8211; mit oder ohne KI!</span></span></p>
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		<title>10 Vorteile von ChatGPT &#8211; praktisches KI-Tool oder der Anfang vom Ende guter Texte?!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Veit]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 May 2024 12:39:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[CopyVeit stellt die wichtigsten Vorteile von ChatGPT vor und begründet warum das KI-Tool bei der Texterstellung enorm hilfreich sein kann.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Natürlich setzt auch CopyVeit längst auf die Untzerstützung generativer Sprachmodelle, um die eigenen Arbeitsprozesse (noch) effizienter zu gestalten. Allerdings mehr im Sinne eines Sprungbretts und weniger als Ersatz für die eigene Schreibleistung. Heißt konkret: Ich nutze KI-Tools wie ChatGPT in erster Linie für die Generierung von Ideen oder als unterstützenden Input für die finale Ausgestaltung der zu erstellenden Textinhalte.</p>
<p>Denn gerade bei anfänglichen Schreibblockaden reicht in der Regel ein grober oder vorstrukturierter Text, den es dann sprachlich wie inhaltlich zu optimieren gilt. Und hier kommen dann das eigene KnowHow und die langjährige Erfharung als Texter voll und ganz zum Tragen. Denn ohne redaktionellen Feinschliff des &#8222;Menschen&#8220; geht es (noch) nicht.</p>
<p>Fragt man ChatGPT, was denn die 10 Vorteile sind, die das KI-Tool so bieten kann, wirft es folgende Punkte aus:</p>
<ol>
<li><strong>Natürliche Sprachverarbeitung:</strong> ChatGPT ermöglicht eine natürliche und menschenähnliche Interaktion durch fortschrittliche Sprachverarbeitungstechnologien. Benutzer können komplexe Anfragen stellen, als würden sie mit einem menschlichen Gesprächspartner kommunizieren.</li>
<li><strong>Vielseitige Anwendungen:</strong> ChatGPT kann in einer Vielzahl von Anwendungen eingesetzt werden, von der Textgenerierung über die Antwort auf Fragen bis hin zur Unterstützung bei der Problemlösung in verschiedenen Branchen.</li>
<li><strong>Kontextsensitive Konversation:</strong> Der Algorithmus von ChatGPT kann den Kontext einer Unterhaltung verstehen und relevante Informationen aus vorherigen Nachrichten extrahieren. Dadurch wird eine kohärente und kontextsensitive Kommunikation ermöglicht.</li>
<li><strong>24/7 Verfügbarkeit:</strong> Im Gegensatz zu menschlichen Ressourcen ist ChatGPT rund um die Uhr verfügbar. Das verbessert die Zugänglichkeit und Effizienz, da Benutzer jederzeit Unterstützung erhalten können.</li>
<li><strong>Mehrsprachige Unterstützung:</strong> ChatGPT kann in verschiedenen Sprachen arbeiten, was die globale Anwendbarkeit und die Erreichbarkeit eines breiteren Publikums ermöglicht.</li>
<li><strong>Schnelle Informationsverarbeitung:</strong> Der Algorithmus von ChatGPT ermöglicht eine schnelle und präzise Verarbeitung großer Mengen von Informationen. Dadurch können Benutzer schnell relevante Antworten auf komplexe Fragen erhalten.</li>
<li><strong>Kosteneffizienz:</strong> Im Vergleich zur Bereitstellung und Schulung menschlicher Ressourcen kann der Einsatz von ChatGPT kosteneffizienter sein, insbesondere in Bereichen mit hohem Kommunikationsaufkommen.</li>
<li><strong>Anpassungsfähigkeit:</strong> ChatGPT kann für spezifische Anforderungen und Branchen angepasst werden. Durch die Feinabstimmung des Modells kann es auf die Bedürfnisse unterschiedlichster Anwendungsfälle zugeschnitten werden.</li>
<li><strong>Wissensvermittlung:</strong> ChatGPT kann als Werkzeug zur Wissensvermittlung dienen, indem es detaillierte Informationen zu einer Vielzahl von Themen bereitstellt. Dies kann Schulungen, Tutorials und Bildungseinrichtungen unterstützen.</li>
<li><strong>Datensicherheit und Datenschutz:</strong> Im Vergleich zu menschlichen Interaktionen bietet ChatGPT den Vorteil der Datensicherheit und des Datenschutzes. Die Kommunikation erfolgt auf elektronischem Wege, wodurch sensible Informationen besser geschützt werden können.</li>
</ol>
<p>Die Kombination dieser Vorteile macht ChatGPT zu einem leistungsfähigen Werkzeug für die natürliche Sprachverarbeitung und Kommunikation in verschiedenen Anwendungsgebieten. Kann aber die Texterin oder den Texter (noch) nicht ersetzen. Denn aufgrund der zugrundeliegenden Datensätze, mit denen ChatGPT gefüttert wurde, müssen die ausgelieferten Informationen niocht nur auf Korrektheit überprüft werden. Auch sprachliche Dissonanzen sowie inhaltliche Wiederholungen sorgen dafür, dass die seitens der Künstlichen Intelligenz erzeugten Texte immer irgendwie hölzern und unemotional wirken.</p>
<p>Fazit: Wer sich mit seinem Unternehmen, Produkten oder Dienstleistungen gegenüber dem Wettbewerb absetzen möchte, sollte nicht blindlings auf den von ChatGPT &amp; Co generierten Output vertrauen. Da Google mittlerweile KI-generierte Textinhalte identifizieren kann, sorgt gerade die &#8222;menschliche Komponente&#8220; auch dafür, dass die Texte besser bzw. einzigartiger ausfallen und obendrein das SEO-Ranking nicht leidet.</p>
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		<title>Theater für einen Tag, Weltverschwörung in Nürnberg und parfümierte Zweijährige</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Veit]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Nov 2010 10:50:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[Was manfür läppische 20 Euro nicht so alles erleben kann, das durfte ich an diesem Wochenende erst wieder einmal feststellen. Wozu in die Theater und Lichtspielhäuser gehen, wenn die Weltbühnen nach langer Winterpause in den städtischen Straßen wiedereröffnet werden. Bühnen mit äußerst authentischen Darstellern, die ihr Fach verstehen und dafür noch nie eine Schauspielschule besucht [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was manfür läppische 20 Euro nicht so alles erleben kann, das durfte ich an diesem Wochenende erst wieder einmal feststellen. Wozu in die Theater und Lichtspielhäuser gehen, wenn die Weltbühnen nach langer Winterpause in den städtischen Straßen wiedereröffnet werden. Bühnen mit äußerst authentischen Darstellern, die ihr Fach verstehen und dafür noch nie eine Schauspielschule besucht haben.</p>
<p>So fuhr ich denn mit dem Expresszug gen Nürnberg, quer durchs langsam auftauende Frankenland. So „schnell“, dass ich locker eine gesamte Zeitung von hinten bis vorne durchlesen – ich muss dazu sagen, dass ich Zeitungen immer vom Klatsch zum Ernsten lese, damit ich den Ernst des Lebens mit Humor nehmen kann – und zwei Sudoku Rätsel lösen konnte. In der Stadt der Lebkuchen angekommen, verschlug es mir bereits beim Verlassen des Abteils das erste Mal die Sprache, als eine wild gestikulierend telefonierende, türkische Barbie meinen Weg kreuzte. Glitzerhandy am Ohr entstieg sie divenhaft dem Zug, stolperte unbeholfen auf ihren Storchenstelzen umher und zupfte sich unentwegt den viel zu kurz geratenen Mini-Rock zurecht. Ich stellte mir nur eine Frage: Wieso müssen Menschen, die von Haus aus eine dunklere Hautfarbe als wir Normaleuropäer besitzen, trotzdem ins Solarium und das Gröbste mit Makeup förmlich zukleistern? War dies die Vorwarnung für das , was mich da im Stadtzentrum noch erwarten sollte?</p>
<p>Gottlob nein. Eine schöne Altstadt bietet die heimliche Hauptstadt der Franken. Über der Stadt thront die Kaiserburg und ein gigantisches Monument aus nationalsozialistischer Zeit erinnert irgendwie an das Koloseum in Rom. Ein damals vielleicht nicht ganz ungewollter Zufall. Im Zentrum hockt zudem ein goldener Brunnen, an dem zwei abgegriffene Ringe hängen, die nach mehrmaligem Drehen einem sowohl Glück als auch Pech verheißen, je nachdem, welchen der beiden Ringe man nun gerade erwischt hat. Doch welcher nun genau der richtige bzw. falsche war, konnte ich leider nicht herausfinden. Jedenfalls schien auch jener <a title="Die Sagenwelt von Nürnberg" href="http://www.burgenstrasse.de/showpage.php?SiteID=20&amp;lang=1&amp;sel=sl&amp;sid=4" target="_blank" rel="noopener">edle Ritter</a> den richtigen Ring berührt zu haben, dessen Pferd bei seiner Flucht vor dem Henker in der Burgmauer einen tiefen Hufabdruck hinterließ.</p>
<p>Dort saß ich denn nun in der Sonne und beobachtete die Wolken. „Komisch, die Wolken sehen irgendwie künstlich aus“ sagte ich so vor mich hin, als ein neben mir sitzender Mann sich unaufgefordert zu mir wandte und mir den Himmel erklärte. Von Wolken kamen wir zu seiner Geschichte – wie es der Zufall will, war auch er ein Jenenser – redeten über Werdegang und Berufung, um vermutlich am Ende in das eigentlich von ihm angestrebte Thema einzutauchen. Die Wolken wie ich sie dort sehen würde, seien gar keine Wolken, sondern mit Silber-Ionen angereicherte Ausstöße von Flugzeugen, die uns alle krank machen würden. Angeblich würde die Menschheit bald zugrunde gehen, denn die Regierungen der Welt haben sich gegen die Bevölkerung der Erde verschworen und planen den Genozid. In geheimen Projekten sollen angeblich Tsunamis, Erdbeben und andere Naturkatastrophen bewusst von Menschenhand gesteuert und ausgelöst worden sein. Just in dem Moment entwickelte sich das Gespräch zum Monolog. Er sprach von jüdischer Verschwörung und Weltuntergang. Ein Grund mehr, ihn sofort nicht mehr ernst zu nehmen. Schon sonderbar wie man das Thema von Wolken, über Jena, Tontechnik und Reisen auf einmal in Richtung Apokalypse lenken kann. Er schloss seine <a title="Wikipedia: Chemtrail-Verschwörungstheorien" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Chemtrail" target="_blank" rel="noopener">Verschwörungstheorie</a> mit einem mir unbekannten Zitat: „Wenn Ihr Eure Augen nicht benutzt um zu sehen, werdet Ihr sie brauchen um zu weinen” und ging, wobei sein Rucksack verdächtige Klimpergeräusche aneinander schlagender Flaschen von sich gab. Wie sich nach meiner Recherche im Internet herausstellte, kann dieser  Spruch auf einen nationalsozialistischen Hintergrund zurück geführt werden. Gut, dass der unscheinbare Kerl seinen Missionarsgang alsbald fortsetzte und mich wieder mit der Sonne und den zierlichen Schleierwolken allein ließ.</p>
<p>Danach ging es wieder zurück zur Pegnitz, dem beschaulichen Flüsschen, dass nicht ungern auch einmal im Zuge der Schneeschmelze zum reißenden Strom anschwillt und die gesamte Stadt unter Wasser setzt. In einem winzig kleinen Café holte ich mir dann einen winzig kleinen Capuccino und hockte mich nahe der Fleischbrücke auf die „Starbucks-Promenade“ und beobachtete belustigt die Schickeria von Nürnberg. Allein an der Zahl der kleinen Kinder kann man hier ablesen, dass es den Bürgern dieses Städtchens nicht gerade schlecht zu ergehen scheint. Von Wirtschaftskrise weit und breit keine Spur. Zumindest sind alle Kids adrett gekleidet und wie kleine Erwachsene bis aufs kleinste Detail durchdesigned. Da passt die Hose zum Schuh und das Jäckchen zur Farbe der Mütze. Wolfgang Joop hätte mit Sicherheit seine pure Freude an diesem Anblick gehabt. Immer mehr Eltern und mit Einkaufstüten beladene metrosexuelle Kerle stürmten den Plaza und allmählich wurde es eng auf dem Rinnstein. Dadaurch war es unvermeidbar ein paar Gespräche zu belauschen. Den für meine Begriffe komischsten Versuch, ein Kind bei Laune zu halten und die Aufmerksamkeit der Mütter und der um ihn herum sitzenden Damen zu erhaschen, unternahm ein pomadig glatter Schnösel. Er bot einem zweijährigen Jungen an, doch einmal an seinem Pomadentiegel zu schnuppern. In anderen Ländern wäre er dafür wahrscheinlich wegen sexueller Verführung Minderjähriger in den Knast gekommen. Nunja, um dem ganzen Treiben noch eins draufzusetzen, zog er plötzlich eine Duftprobe aus seinem Douglas-Beutelchen hervor und hielt sie dem überforderten Jüngelchen auch noch unter die Nase. Mama war sichtlich begeistert, freute sich ein Loch in den Bauch und zeigte zu allem Überfluss dem Kleinen auch noch, wie man das vollkommen ungefährliche Sprühwerkzeug benutzt. Ein wahrhaft kindgerechtes Spielzeug. So wurde ich Zeuge des für mich jüngsten Menschen, der jemals mehr oder weniger bewusst Parfüm auf seinen kindlichen Körper sprühte. Andere hingegen konzentrierten sich dann doch auf das kindgerechte Verhalten und feuerten in den Rabatten gefundene Steine in den Stadtfluss, ließen sich durch ihre Eltern schwindelerregend lange im Kreis drehen und tappsten anschließend benommen in der Gegend umher.</p>
<p>Die Kehrseite der Kindheit bzw. die nüchterne Gegenwart präsentierte sich mir dann wieder am Bahnhof, wo rotzbesoffene Jugendliche mit pinkgefärbten Haaren und EMO-Look die Bahnhofshalle als Wohnzimmer und Startrampe zur Nacht okkupierten. Auch ein Betrunkener machte den Eindruck, als würde er die schiefe Bahn, in die er nach dem Flug um sich selbst eingetreten war, an jenem Abend nicht mehr verlassen. Irgendwie konnte ich mir den Vergleich mit den torkelnden Kindern nicht verkneifen und musste schmunzeln. Betrunkene Menschen und Kinder haben scheinbar nicht nur die Gemeinsamkeit, immer ihre ehrliche Meinung kundzutun, sie bewegen sich auch noch in gleicher Form. Am Ende saß ich wieder mit einer Zeitung im Expresszug nach München und ließ den Tag Revue passieren. Ein ereignisreicher Tag und für gerade einmal 20 Euro in den Genuss von ca. <a title="Bayernticket der Deutschen Bahn" href="http://www.bahn.de/regional/view/regionen/bayern/freizeit/bayernticket.shtml" target="_blank" rel="noopener">10 Stunden Theater</a> zu kommen, wo bekommt man so etwas heutzutage schon noch geboten!?</p>
<p>28.02.2010</p>
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		<title>Wenn ein Mensch viel zu früh geht…</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Veit]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Nov 2008 10:51:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[Es tut immer weh, einen Menschen gehen zu lassen. Vor allem, wenn er so ein Mensch war und ist, wie du einer bist. Mein ganzes Leben lang warst du immer an meiner Seite und soviel mehr als nur eine Großmutter. Du warst Freundin, Zuhörer, Financier und Gutmensch in einer Person vereint. Nicht ohne Grund nannte [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="entry">
<p>Es tut immer weh, einen Menschen gehen zu lassen. Vor allem, wenn er so ein Mensch war und ist, wie du einer bist. Mein ganzes Leben lang warst du immer an meiner Seite und soviel mehr als nur eine Großmutter. Du warst Freundin, Zuhörer, Financier und Gutmensch in einer Person vereint. Nicht ohne Grund nannte dein Mann dich immer nur liebevoll „Mäm“. Denn du hast dich immer um alles und um jeden gekümmert, dich aufgeopfert und dich schützend vor uns gestellt. Und das alles, ohne auch nur ein einziges Mal aufzurechnen. Für dich war unser zufriedenes Lächeln schon Dank genug und deine gottgegebene Aufgabe zu 100% erfüllt.</p>
<p><strong><span id="more-742"></span>Liebe ging bei dir durch den Magen</strong></p>
<p>Ich weiß noch genau als wäre es gestern gewesen, wie wir uns als Kinder jeden Sonntag um 8Uhr in der Früh auf den Weg zu dir machten. Denn nur bei dir konnten wir Metti und den Lila Laune Bär im „Westfernsehen“ ansehen, weil die Eltern noch lange nach der Wende lediglich über eine alte Schwarz-Weiß-Röhre mit nur drei Sendern verfügten. Dann saßen wir bei dir, die Füße vom Sofa baumelnd und haben Weißbrot dick mit Quark und Marmelade oder Nutella bestrichen in uns hinein gestopft. Glückseligkeit konnte man bei dir vor allem schmecken. So war es immer ein Löffel Milchpulver, der eigentlich für den Kaffee gedacht war, aber pur so viel besser schmeckte. Von deiner Backkunst ganz zu schweigen. Wie werde ich an den noch folgenden Festtagen deine süßen Naschereien vermissen. Es verging kein Geburtstag und kein Weihnachten, an dem nicht eine deiner Schwarzwälder Torten oder eine riesige Dose Vanillekipferl auf dem Tisch stand. Auch die Keksdose bei dir im Wohnzimmerschrank war immer prall gefüllt. Nur durch dich und deinen Vorratsschrank habe ich weiße Schokolade erst kennen und dann lieben gelernt. Und dem ganzen nicht genug, durfte ich das alles immer mit einem großen gelben Plastikbecher voller Milch hinunterspülen. Noch jetzt klingen mir deine warnenden Worte im Ohr: „Trink die kalte Milch nicht so hastig, der Opa hat dadurch ein ganz schlimmes Magengeschwür bekommen“.</p>
<p><strong>Ironie war deine Wahrheit</strong></p>
<p>Du hast mich gelehrt, die Welt mit anderen Augen zu sehen und sie nicht allzu ernst zu nehmen. Selbst als ich in der Spielwarenabteilung geklaut hatte, hast du mich nicht ausgeschimpft, sondern bereitwillig die 100,- Mark Strafe für mich gezahlt und gegenüber den Eltern kein Sterbenswort verloren. Durch dich habe ich gelernt, wie wichtig es ist, gegen den Strom zu schwimmen und trotzdem nie die Zuversicht zu verlieren. Selbst vor Verboten hast du nie Halt gemacht und wider allem Ernst immer einen ironischen Spruch auf den Lippen gehabt. Meinen ersten Game Boy brachtest du mir ins Krankenhaus und hast gemeint, dass ich es den Eltern nicht sagen solle, weil das sonst ihre Autorität untergraben könnte. Verstanden habe ich das damals nicht, aber recht bald erkannt, dass man sich eben manchmal über die Meinung anderer hinwegsetzen muss. Und ich könnte noch so viele Dinge aufzählen, in denen du gemacht hast, was du wolltest. Aber nicht, um den Revoluzzer zu spielen, sondern um anderen vollkommen selbstlos zu helfen.</p>
<p><span class="embed-youtube"></span></p>
<p><strong>Du gehst und wir vermissen</strong></p>
<p>Ich werde deine Anrufe vermissen, die mich immer gerade dann aus dem Bett emporschrecken ließen, wenn ich mal wieder bis spät in die Nacht gefeiert hatte. Ich werde deine kleinen Briefumschläge vermissen, die du uns Kindern immer mit den Worten „lieber aus einer warmen, als aus einer kalten Hand“ heimlich zugesteckt hast. Ich werde deine zynischen Sprüche vermissen, deine kleinen Büchlein und ausgeschnittenen Horoskope, die deiner Meinung nach soviel Wahrheit in sich tragen. Ich werde deine homöopathischen Mittel vermissen, die du immer griffbereit hattest. War ich auch nur ein bisschen blass um die Nasenspitze, fielen auch schon die kleinen zuckersüß schmeckenden Kügelchen in die offene Hand. Ich werde die Lotto-Scheine vermissen, die ich immer voller Vorfreude mit dir vorm Fernseher mit den gezogenen Zahlen verglich. Ich werde so vieles vermissen, weil es Teil meines Lebens geworden und nun nicht mehr da ist.</p>
<p><span class="embed-youtube"></span></p>
<p><strong>Wir haben deine Botschaft verstanden</strong></p>
<p>Du hast viel mit Gott gehadert und ihn ein ums andere Mal gefragt, wieso er immer gerade dich mit all den gesundheitlichen Sorgen bedacht hat. Aber zur Last bist du deswegen noch lange keinem gefallen. Dreimal hast du dem Sensenmann ein Schnippchen geschlagen und bist ihm noch einmal von der Schippe gesprungen. Für mich warst du im wahrsten Sinne des Wortes einfach nicht tot zu kriegen. Ganz Anita hast du dann immer nur lakonisch gemeint „Unkraut vergeht nicht und außerdem will ich den Alten noch überleben, sonst macht der mit meinem Geld, was er will“. Dabei hast du Opa so abgöttisch geliebt, wie er dich auch. Denn wer es 50 Jahre lang miteinander aushält, muss zumindest ansatzweise einen Narren aneinander gefressen haben. Und gerade deshalb werden dich dein Heini und viele andere so unendlich vermissen, denn schließlich bist du die mit Abstand treueste und selbstloseste Seele gewesen, die ich kenne. Selbst in deiner letzten Stunde hast du all deinen Liebsten noch die Chance gegeben, dass sie ein letztes Mal mit dir reden und Stück für Stück von dir Abschied nehmen konnten. Bis zum letzten Atemzug hast du somit das gelebt, was dein ganzes Leben geprägt hat – Nächstenliebe. Und mit Sicherheit wirst du auch dort oben, dieses Credo weiter verfolgen und dem lieben Gott mit deiner ehrlichen Art ordentlich Feuer unterm Hintern machen. Getreu deinem Motto: „Ich wurde geboren, ohne gefragt zu werden und ich werde sterben, ohne gefragt zu werden. Nun lasst mich wenigstens mein Leben leben, wie ich es will.“</p>
</div>
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